Molotow, wie der Name andeutet, ist eine ziemlich destruktive Variante von Jass. In diesem Spiel konzentrieren sich die Spieler darauf, so wenige Punkte wie möglich zu bekommen. Schieber wird in Zweierteams gespielt, wobei die Spieler in jedem Team diagonal gegenüber sitzen. Die Teams müssen dann versuchen, so viele “Stiche” (en: Tricks) zu gewinnen, um so viele Punkte wie möglich zu bekommen. Diese Variante von jass wird Schieber genannt, weil der Spieler, der die Trumpffarbe deklarieren darf, “d Möglikeit” (en: die Möglichkeit) hat, die Privelege der Nominierung der Trumpffarbe an ihren Partner zu “schieben” (en: pass). Jass hat viele Generationen von begeisterten Spielern hervorgebracht und ist ein wichtiger Teil der Schweizer Kultur, genau wie das Alphorn oder das Schweizer Ringen. Praktisch jeder “Beiz” (en: pub) kann alle Ausrüstung für ein gutes Jass-Spiel anbieten: die Spielkarten; eine Karte, um auf den Tisch zu legen und die Karten sauber zu halten; und eine Tafel für die Notierung der Partituren. Es gibt eine spezielle Methode, um Partitur zu halten, die Ihnen am besten von einem Schweizer Freund gezeigt wird, wenn Sie das erste Mal zusammen spielen. Dies ist ein guter Weg, um zwei Vögel mit einer Klappe zu töten; Spaß haben und gleichzeitig Ihr Schweizerdeutsch üben! Fairness ist ein Grundprinzip des Jass zu spielen.

Es ist verpönt, offen “usztuusche” (en: austauschen) Informationen über Ihre Hand von Karten, aber vorherige Vereinbarungen über die Bedeutung bestimmter Bewegungen werden nicht entmutigt. Teams können daher oft auf diese Weise Informationen über ihre Karten austauschen. Viele fortgeschrittene Spieler, insbesondere Teams, die schon einmal zusammen gespielt haben, nutzen diese kleine Unterwanderung. Als Trumpfspiel wäre Jass ohne die speziellen Karten, die ins Spiel kommen, nicht komplett. Die höchste Karte in der Trumpffarbe ist nicht das Ass, sondern der Bube; in einigen Regionen wird diese Karte “Buur” (de: Landwirt) genannt, in anderen wird sie unter Die zweithöchste Karte ist die 9, Nell genannt. Der Rest des Anzugs wird konventionell vom Ass nach unten gereiht. Jass zu spielen gilt als typische Schweizer Tradition. Seine Wurzeln liegen jedoch im Orient; die Spielkarten kamen erst im Mittelalter nach Europa. Es wird gesagt, dass Schweizer Söldner das Spiel in den Niederlanden entdeckten und es dann wieder nach Hause brachten. Jass-Karten, die heute verwendet werden, haben eine abwechslungsreiche Provenienz, die in den verschiedenen Designs der “Spielcharte” (en: Spielkarten) zu sehen ist.